Samstag, 13. Juni 2026

Brief an die Gerechtigkeit 2018

 Wenn das Ich der Nahrung entsagt und die Seele ihre Vielgestalt zum Ausdruck bringt.

Wer hätte gedacht, dass du schon im ersten Sommer deines Lebens Schmerz erfahren würdest – mit Wunden in der Haut, so tief, dass jeder Mensch, der dich pflegte, aus innerster Seele mitweinte. Wie tief muss eine Erfahrung reichen, wenn jede Berührung zugleich Liebe und Leid in sich trägt? Wie verzweifelnd muss ein Zustand sein, der weder Schlaf noch Bewegung noch das unbeschwerte Empfinden des Menschseins zulässt? Wie kann das sein, dass egal was man isst und trinkt, sich gegen einem richtet?

Man nannte es atopisches Ekzem mittleren Grades, man nannte es Neurodermitis, und darüber hinaus nannte man es psychosomatisch. Doch wie kann eine so junge Seele ihr Unbehagen auf dieser Erde bereits so deutlich zum Ausdruck bringen? Oder geht es vielmehr darum, dich auf etwas Härteres, etwas Einschneidenderes vorzubereiten? Ein Pendeln zwischen inneren und äusseren Einflüssen, ein Zustand, der dir eines Tages zeigen wird, wer dich wirklich liebt, so wie du bist, und wer bereit ist, diese Last mitzutragen. Dank dieser Menschen konnte in der Zukunft vieles erreicht werden. Dank dieser Menschen vermochte der instabile Faktor in deinem Leben, sofern er dies weder verstand noch verstehen wollte, immer weniger Schaden anzurichten, auch wenn daraus Traumata entstanden sind. Der Aufwand der du mit dich bringst, ist es wert, denn das ist auch Liebe, mit dir zu weinen, wenn es halt mal schief gegangen ist..

Ein Jahr, in dem man sich als Mutter unablässig Schuld gab; ein Jahr, in dem man sich nichts sehnlicher wünschte, als den Schmerz des eigenen Kindes für immer auf sich zu nehmen; ein Jahr, in dem man alles daransetzte, damit es ihm Schritt für Schritt besser gehe; ein Jahr auch, in der Dankbarkeit aufkam, weil man sich durchsetzte und Schulmedizin und Alternativmedizin komplementär wirken konnten. Und dennoch bleibt es ungerecht, dass das eigene Kind schreien muss, um gehört zu werden. Es schmerzt, wenn das Kind – je nach Zustand – auf das Stück Kuchen eines Freundes verzichten muss. Es ist grausam, dass man sich mit kaum einem Jahr bereits mit einer chronischen Krankheit auseinandersetzen muss, ohne zu wissen, ob man sie jemals hinter sich lassen wird. Und es ist erschreckend, wenn man acht Jahre vorspult und am Ende nur sagen kann: Im Grossen und Ganzen ist es besser geworden. Denn man sucht noch immer nach dem richtigen Shampoo, man zittert noch immer, ob das aktuelle Waschmittel nicht nur verträglich bleibt, sondern auch auf dem Markt und in genau dieser Zusammensetzung verfügbar sein wird. Man rauft sich die Haare angesichts dessen, wie die Haut auf jeden seltsamen Zahn und jeden Heuschnupfen reagiert. Man lernt zu schätzen, man lernt zu akzeptieren, man lernt anzunehmen. Man lernt, dass Struktur und Grenzen ebenso zum Leben gehören wie die Pflicht, es dennoch zu leben. Man lernt, was Erfolg bedeutet, man lernt Respekt und Akzeptanz – und dennoch bleibt man oft ausgeschlossen, vom Gegenüber nicht verstanden.

Es ist nicht psychosomatisch; es ist der Ausdruck eines Ichs, das sich erst finden muss, das lernen soll, für sich einzustehen. Ein Ich, das sein Dasein begreifen versucht, seinen Mehrwert erkennt und mit kleinen Schritten und beharrlicher Ausdauer in der Zukunft ein grosses Ziel erreichen kann.

Lass deine Seele sich ausdrucken, höre ihr zu, gehe mit ihr nach draussen, zu den Tieren und der Natur, höre ihrer Traümen, Ängsten und Sorgen zu, deine Haut ist ein Kompass dieses Ausdrucks. Deine Haut ist der Leuchtturm, das du nun anders bist und dennoch du selbst.

Sonntag, 16. November 2025

Brief an die Gerechtigkeit 2017


Zwischen System und Seele: Muttersein mit einem neurodivergenten Kind...


Schon damals war es Zeit, zu sprechen. Zeit, zu wissen, Zeit, den Unterschied zu erkennen. Aber wie dann, dies sieht man weder auf Bilder, noch gibt es dazu eine klinische Diagnose...lediglich der Mutterinstikt, flüstert einem ins Ohr, dass dieses Kind auf seine wunderbare Art anders ist, als normale (und was heisst dann bitte schön normal ?)

 Die Jahre vergingen – und mit ihnen wuchs später die Erkenntnis, dass auch genau die Inkompetenz der Behörden, dieses Andersein richtig zu erfassen, erkennen umd akzeptieren, zum Wendepunkt wurde. Ein Meilenstein für Jahre voller Trauer, Schmerz und tiefem Ringen um Verständnis.

Aber zurück zum Anfang...

Du wusstest es schon damals, mein liebes Kind: Du bist nicht systemkonform. Nicht, weil du „kaputt“ bist, sondern weil du auf deine wunderbare Art einfach anders bist. Schon in der Schwangerschaft warst du wie ein Pendel – immer in Bewegung, immer mit einer Botschaft, besonders dann, wenn dir etwas nicht passte. Besonders dann, wenn die Welt zu laut, zu grell, zu heiss, zu eng, zu vage wurde...

Wann habe ich begriffen, dass ich meine Ängste und die XY-Regeln über Bord werfen musste? Ganz am Anfang – als diese Krankenschwester dich zwingen wollte, auf dem Rücken zu schlafen, obwohl du ganz klar gezeigt hast, dass du lieber auf dem Bauch ruhst. Du hast dich selbst reguliert, selbst entschieden – und ich habe gelernt, dir zuzuhören. Ich habe gelernt deine Labyrinthe zu folgen, egal, ob ich deine Ängste verstanden habe oder nicht. Ich habe beschlossen dich zu lieben , dann die Liebe zu dir war der Nordstern um dich so zu begleiten, wie du bräuchtest, für dich einzustehen, wenn es der Welt wieder mal nicht passte..

Ein Lächeln und ein Funken Hoffnung schimmerten in mir: Vielleicht wacht dein Papa doch noch auf. Vielleicht würde er es schaffen, wenn seine Mutter ihm zur Seite stünde, ihm Liebe schenkte..Stattdessen versank sie mit ihm in seine leidvolle Welt. Und er versank noch mehr

Ja, mein Kind, die Sanftheit und Harmonie der Natur wurden zu deinen Verbündeten. Du hast gezeigt: Wer dich wirklich lieben will, muss dein Anderssein annehmen – gegen den Wind, gegen die Welt, wenn es sein muss. Oder flexibel genug sein, Mittelweg zu finden..
 Ein guter Freund von dir mal sagte später mal, dass wer dich nicht versteht und nicht verstanden hat, hat dich verdient...

„Struktur“ war das magische Wort. Doch was es wirklich braucht, ist flexible Wahrnehmung und Interpretation. Es braucht Wege, wie du mit der Überflutung sensorischer Reize umgehen kannst. Es braucht die Fähigkeit, deine Stärken zu erkennen und zu fördern – und deine Schwächen mit konstruktivem Blick zu begleiten.

Du bist kein Problem. Du bist lediglich eine Störung in einem starr funktionierenden System, das oft an Empathie mangelt...

Sonntag, 26. Oktober 2025

Brief an die Gerechtigkeit 2016

 Gerechtigkeit ist das Gleichgewicht zwischen Freiheit und Verantwortung (T.E)

und beides geriet in Ungleichgewicht liebe Gerechtigkeit und seit 2016 leistet du nur minimaler Beitrag dieses Gleichgewicht wiederherzustellen, zu viel Verantwortung, kaum Freiheit...

Im Jahr 2016 als ich mein Kind an diesem besagten Sonntag verlor, verlor ich auch meinen Ehemann, Stück für Stück, physisch, geistig und psychisch. Seine Familie liess ihn im Stich, seine Freunde, naja die verschlossen entweder ihre Augen oder wurden leider vertrieben. Zu viele Schläge für ihn, tief auch sein Abgrund und das System liess ihn im Stich, liess uns im Stich..Ein falscher Hausarzt der vorne anders redet und hinter anders, ein Arbeitgeber der wie ich versucht das Gleichgewicht zu halten...und opferte genau wie ich eine Freiheit um die Verantwortung für sich selbst und für ihn zu übernehmen...und obendrauf noch der Todesfall, der auch unsere Ehe und Leben zu Tode richtete...wo blieb da Gerechtigkeit, als ich an Türen hämmerte um für ihn Hilfe zu holen, auch wenn er es selbst nicht einsah?

Und dies liebe Gerechtigkeit ist erst der Anfang als du beschlossen hast, dass es einfacher und bequemer ist das Ungleichgewicht beizuhalten...und leider hast du bis dato dies soweit getrieben, das dies Waage praktisch kaputt ist und dies zu Lasten eines Kindes..aber dazu im nächsten Post, es ist Zeit Dornröschen zu wecken, bevor es weitere Leidende gibt...

Tashi Delek

Freitag, 6. Januar 2023

Die tibetische Medizin und ihr Beitrag zur Stressbewältigung

Die tibetische Medizin hat über 2000 Jahre alte Wurzeln und ist durch die traditionellen Medizinsysteme Indiens, Zentralasiens und Chinas sowie durch die buddhistischen Schriften geprägt. Rose-Marie Markarian spricht über die fünf Elemente Raum, Erde, Wind, Feuer und Wasser, die im Gleichgewicht sein müssen. Das Feuer manifestiert sich beispielsweise in der Form von Verdauungsfeuer als Mittelpunkt für die stete Bewegung zwischen Krankheit und Gesundheit. Die Referentin geht im Besonderen auf unser Immunsystem und dessen Verbindung zu Stress ein und erläutert die Sicht der traditionellen tibetischen Medizin auf Ursachen, Symptome, Risikofaktoren und Behandlung, speziell auch tibetische Rezepturen zur Stressbewältigung. Anschliessend folgt eine Diskussion zu Gesundheitsfragen aus der Perspektive der tibetischen Medizin.

 Freitag, 20.01.2023 um 19:30

 

Programm und weitere Infos http://www.songtsenhouse.ch/programm#3987

Mittwoch, 9. März 2022

Ein natürliches Desinfektionsmittel

 Ein Ausflug in der TTM und der Phytotherapie: Salbei (Salvia pratensis L.)

-          Desinfizierend

-          Entzündungshemmend

-          Akute Verdauungsbeschwerden

Notfplaster: Blätter zerquetschen und den Saft und/oder die Pflanze auf die Wunde legen 

Saubere Blätter ins kühle Wasser reintun und trinken

 


 


 


Mittwoch, 28. April 2021

Änderungen ab Mitte Mai

 Guten Tag allerseits 🌞....


Es werden viele Änderungen stattfinden in den nächsten Wochen...weitere Infos folgen !







Brief an die Gerechtigkeit 2018

 Wenn das Ich der Nahrung entsagt und die Seele ihre Vielgestalt zum Ausdruck bringt. Wer hätte gedacht, dass du schon im ersten Sommer de...