Wenn das Ich der Nahrung entsagt und die Seele ihre Vielgestalt zum Ausdruck bringt. Wer hätte gedacht, dass du schon im ersten Sommer deines Lebens Schmerz erfahren würdest – mit Wunden in der Haut, so tief, dass jeder Mensch, der dich pflegte, aus innerster Seele mitweinte. Wie tief muss eine Erfahrung reichen, wenn jede Berührung zugleich Liebe und Leid in sich trägt? Wie verzweifelnd muss ein Zustand sein, der weder Schlaf noch Bewegung noch das unbeschwerte Empfinden des Menschseins zulässt? Wie kann das sein, dass egal was man isst und trinkt, sich gegen einem richtet? Man nannte es atopisches Ekzem mittleren Grades, man nannte es Neurodermitis, und darüber hinaus nannte man es psychosomatisch. Doch wie kann eine so junge Seele ihr Unbehagen auf dieser Erde bereits so deutlich zum Ausdruck bringen? Oder geht es vielmehr darum, dich auf etwas Härteres, etwas Einschneidenderes vorzubereiten? Ein Pendeln zwischen inneren und äusseren Einflüssen, ein Zustand, der dir eines Tag...